Was hat der Erdumfang mit meiner Jeans zu tun?
Um 1 kg Baumwollfasern zu produzieren, werden zwischen 7’000 und 20’000 Liter Wasser benötigt. In Gebieten mit besonders verschwenderischen Systemen der Oberflächenbewässerung werden sogar bis zu 30’000 Liter Wasser pro Kilogramm geernteter Baumwollfaser eingesetzt. Auf der weltweit vorhandenen Baumwollbewässerungsfläche wird nahezu soviel Wasser verbraucht wie von allen Privathaushalten zusammen. (Quelle:helvetas.ch)
Am Ladentisch angelangt, hat eine Jeans im Durchschnitt bereits mehr als 50’000 km zurückgelegt und sich dabei sehr negativ auf unser weltweites Ökosystem ausgewirkt: Auf den Tausenden von Transportkilometern werden viel Erdöl verbraucht und grosse Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre eingebracht. Die Baumwollplantagen benötigen gewaltige Mengen Wasser für die Bewässerung und viele Chemikalien, die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, gelangen in die Böden, in das Grundwasser und in die Luft. Die Flüsse nahe der Färbereien sind tote Flüsse, weil dort die überschüssigen und ausgewaschenen Reste der giftigen Farbstoffe eingeleitet werden. Neben den Umweltverschmutzungen hat die Jeansherstellung auch negative Konsequenzen für die Arbeiter, meist Frauen und Kinder: Viele erkranken aufgrund der ungesunden Arbeitsbedingungen.
Mit der grauen Energie, die in einer Jeans steckt, kann man 475 Liter Wasser zum Kochen bringen, also 1,3 Jahre lang jeden Morgen einen Liter Teewasser zubereiten.
Unser Klimatipp:
Überdenken Sie den Kleiderkauf. Flicken Sie Ihre Kleider. Statt sie fortzuwerfen, bringen Sie Ihre Kleider in einen Secondhand-Laden oder zur Kleidersammelstelle. Kaufen Sie bei Kleidung möglichst keine billige Importware. Bevorzugen Sie gut verarbeitete, dauerhafte Kleider aus Naturmaterialien wie Wolle, Baumwolle oder Leinen, am besten aus einer Öko-Kollektion.







